Die Energiewende ist kein ferner Punkt am Horizont mehr, sondern gelebter Alltag. Städte richten Null-Emissionszonen ein, Umweltauflagen werden verschärft und klassische Diesel-Fahrzeuge verschwinden immer schneller aus den Innenstädten. Für viele Logistikunternehmen ist das ein Problem der Zukunft. Für uns ist es eine Realität, auf die wir uns ganz bewusst einstellen.
Bei Isologic elektrifizieren wir unsere Fahrzeugflotte schrittweise und zielgerichtet. Nicht, weil es gut klingt, sondern weil es notwendig ist, um hochwertige Logistik in einem sich wandelnden Umfeld langfristig sicherzustellen.
Regulierung verändert sich schneller als der Markt
In Deutschland kommen Null-Emissionszonen und strengere Umweltvorgaben nicht langsam in Fahrt – sie sind bereits Realität. Für bestehende Diesel-Fahrzeuge legen Städte und Kommunen die Messlatte jedes Jahr höher. Euro-5-Nutzfahrzeuge verschwinden, neue Diesel erhalten kaum noch Zufahrt, und die finanziellen Hürden für emissionsintensive Fahrzeuge steigen.
Für die „reguläre“ Logistik ist das schon eine Herausforderung. Für Spezialtransporte – etwa medizinische Sendungen und ADR-Gefahrguttransporte – ist es eine strategische Frage. Denn Krankenhäuser, Forschungseinrichtungen und Produktionsstandorte befinden sich typischerweise in Innenstädten und dicht besiedelten Räumen, in denen Umweltschutzauflagen zuerst umgesetzt werden.
Wer dann erst mit der Anpassung beginnt, ist deutlich zu spät dran.
Vorausgehen statt nur reagieren
Isologic hat deshalb nicht abgewartet, bis uns die Regulierung einholt. Die Elektrifizierung unserer Flotte ist keine Einzelinvestition, sondern Teil einer umfassenderen Strategie, in der Kontinuität, Sicherheit und Erreichbarkeit zusammenkommen.
Wir investieren gezielt in elektrische und hybride Fahrzeuge für Touren, bei denen emissionsfreies Fahren zur harten Rahmenbedingung wird. Vor allem bei
- innerstädtischen Krankenhausrouten
- Verteilverkehren innerhalb von Umwelt- und Null-Emissionszonen
- kürzeren, aber hochzeitkritischen Strecken
Relationen, auf denen Lärm und Emissionen betrieblich eine wichtige Rolle spielen
Damit geht es bei der Elektrifizierung für uns nicht um Symbolik, sondern um Einsatzfähigkeit. Darum, sicherzustellen, dass wir auch morgen noch dorthin fahren dürfen, wo Gesundheitswesen und Industrie auf unsere Verfügbarkeit bauen.
Keine Romantik in Sachen Technik
Elektrisches Fahren klingt einfacher, als es in der Praxis ist. Ladeinfrastruktur, Reichweite, Wintertauglichkeit und Lastspitzen – all das sind ganz konkrete Faktoren, die in der logistischen Realität zusammenkommen. Wer nur Fahrzeuge anschafft und sonst nichts anpasst, wird früher oder später an Grenzen stoßen.
Genau deshalb setzen wir auf eine kontrollierte Umsetzung. Neue Fahrzeuge werden nicht nur unter Nachhaltigkeitsgesichtspunkten bewertet, sondern auch hinsichtlich ihrer
- Stabilität innerhalb unserer Prozesse
- Kompatibilität mit ADR-Anforderungen
- Zuverlässigkeit im täglichen Einsatz
- Einbindung in bestehende Routenstrukturen
Wir bauen lieber Schritt für Schritt als groß und anfällig. Die Praxis muss funktionieren.
Nachhaltigkeit ist kein Projekt
Bei Isologic ist Nachhaltigkeit kein isoliertes Thema und kein einmaliges Projekt. Sie durchzieht unser gesamtes Arbeitsfeld – von der Fahrzeugwahl über die Routenplanung bis hin zur Zusammenarbeit mit Lagerpartnern und der Ausbildung unserer Mitarbeitenden.
Deshalb bereiten wir uns auch auf eine Zertifizierung nach der CO₂-Prestatieladder vor – einem in den Niederlanden etablierten Nachhaltigkeitsinstrument der Stiftung SKAO. Nicht als Marketinginstrument, sondern als Messlatte. Transparenz über Emissionen führt zu besseren Entscheidungen: bei Energieträgern, bei Fahrzeugen und letztlich in der gesamten Unternehmenssteuerung.
Für uns ist Dekarbonisierung kein Parallelgleis neben der Logistik. Sie ist Logistik.
Auch für unsere Auftraggeber
Elektrifizierung ist nicht nur unser Thema. Sie betrifft auch unsere Kunden. Wer seine Abläufe in Innenstädten aufrechterhalten will, braucht Partner, die weiterhin Zugang haben. Und dieser Zugang wird immer häufiger durch das Emissionsprofil bestimmt.
Mit unseren Investitionen in elektrische Fahrzeuge sichern wir nicht nur unsere eigene Zukunftsfähigkeit, sondern auch die der Lieferketten, in denen unsere Auftraggeber eingebunden sind. Wer heute Medikamente, medizinische Isotope oder Gefahrgut im städtischen Raum benötigt, kann sich nichts von Versprechen kaufen – wohl aber von nachweislicher Verfügbarkeit.
Daran wollen wir uns messen lassen.
Bereit für das, was kommt
Die Energiewende ist keine Frage des Idealismus, sondern der operativen Leistungsfähigkeit. Wenn wir auch unter sich verändernden Rahmenbedingungen gute Arbeit leisten wollen, müssen wir uns kontinuierlich anpassen.
Wir wissen, dass morgen nicht jeder Kilometer elektrisch gefahren wird. Wir wissen auch, dass die Logistik für viele Transporteure komplexer wird. Gerade deshalb ist es wichtig, an den richtigen Stellen zu beschleunigen.
Wir entscheiden uns für Vorbereitung statt Überraschungen. Für Erreichbarkeit statt Einschränkung. Und für Verantwortung statt Abwarten.


